Fintego » Test & Erfahrungen 09/2019

  • Besitz einer Banklizenz
  • Transparente Gebührenstruktur
  • Hochwertiges Kundenportal

Selbst anlegen war gesternvollautomatisierte, digitalisierte Vermögensverwalter sind hingegen die Zukunft. So auch das Angebot des deutschen Roboadvisor Fintego, der bereits seit Anfang 2014 ein umfassendes Angebot an digitalisierter und vollautomatisierter Vermögensverwaltung bietet. Im „Managed-Depot“ des Fintego-Anbieters können potentielle Anleger zum einen kostengünstig und zum anderen professionell in breitdiversifizierte ETFs investieren, die vom Roboadvisor völlig eigenständig zusammengestellt und verwaltet werden. Mithilfe global diversifizierter Vermögensstrategien können Anleger ihr entsprechendes Anlagepotential vom Fintego-Roboadvisor anlegen.

Fintego selbst ist dabei Teil der European Bank for Financial Services GmbH, die ihren Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt München unterhält. Diese wiederum ist Teil der comdirect-Gruppe, die sich mit dem Fintego-Dienstleister auf die Sparte Vermögensmanagement fokusiert. Wir haben uns das interessante Vermögensverwaltungsangebot des Fintego-Anbieters einmal genauer angeschaut und haben dies einem unabhängigen Roboadvisor-Test unterzogen.

Fintego Seitenübersicht

Details über Fintego

Fintego Details
Anlage ab2500 €
SparplanJa
monatlich ab50 €
Strategien5
Anlage inAktien, Anleihen & Rohstoffe
Kostenübersicht
Fondskosten pro Jahr0,15 % - 0,3 %
Servicegebühr pro Jahr0,95 % < 10.000 €
0,75 % ≥ 10.000 €
0,45 % ≥ 50.000 €
PerformancegebührKeine

Wie funktioniert Fintego?

Eine Anlage in den Fintego-Roboadvisor kann entweder über eine Einmalanlage oder über einen festen Sparplan erfolgen, bei dem monatlich gleiche Sparraten eingezahlt und entsprechend investiert werden. Insgesamt stehen dem potentiellen Anleger beim Fintego-Roboadvisor fünf verschiedene Vermögensstrategien zur Auswahl, die allesamt ETF-basiert sind. Das heißt, dass der Anleger hierbei in fünf verschiedene Anlageportfolios – bestehend aus verschiedenen Vermögenswerten – investieren kann. Die Ausschüttungen kann sich der Anleger entweder auszahlen lassen oder kann diese gleich wieder reinvestieren lassen. Der Roboadvisor schichtet völlig eigentständig um und sorgt damit für einen konstanten Vermögensaufbau, ohne das Zutun des Anlegers.

Fintego: Das Angebot im Überblick

Welche Anlagestrategien stehen zur Auswahl?

Insgesamt stehen dem potentiellen Anleger beim Fintego-Roboadvisor die besagten fünf verschiedenen Anlagestrategien zur Auswahl, die dieser für den Vermögensaufbau nutzen kann. Es handelt sich dabei zum einen um die defensive Strategie (mit einem Portfolio, bestehend aus einer großen Gewichtung auf Anleihen) sowie einer konservativen Strategie (bestehend aus einem großen Anteil an Wachstumsaktien) sowie einer ausgewogenen Strategie (ein Mix aus den ersten beiden Strategien), einer Wachstumsstrategie (investiert eher in aktuelle Trend-Werte) und auch einer chancenbasierten Strategie (hohes Risiko). Die Anlage erfolgt dabei immer in börsengehandelte ETFs, die sich aus verschiedenen Werten, unterschiedlicher Asset-Klassen wie z.B. Aktien oder Anleihen, Rohstoffe sowie Fonds zusammensetzen.

Wie hoch ist die Mindesteinlage?

Um sich für den Handel mit Fintego zu qualifizieren, muss der potentielle Anleger zum einen einen Nutzeraccount anmelden und zum anderen auch die geforderte Mindestanlage des Anbieters auf sein Nutzeraccount einzahlen. Dies kann zum einen per Banküberweisung oder per Kreditkarte geschehen. Als Mindestanlagebetrag wird beim Fintego-Roboadvisor ein Einmalbetrag in Höhe von mindestens 2.500 Euro gefordert, wobei nach oben hin keinerlei Grenzen gelten. Das Anlegen über den Roboadvisor funktioniert jedoch nicht nur per Einmalanlage, sondern kann auch über einen Sparplan erfolgen. Der Vorteil hier: im Vergleich zur mindestens geforderten Einmalanlage sind beim Sparplan nur verhältnismäßig geringe, regelmäßige Einzahlungen zu tätigen. Wer also über nur wenig Startkapital zum Investieren verfügt, der kann bei Fintego bereits ab 50 Euro im Monat seinen eigenen Sparplan ins Leben rufen und kann die Leistungen des Roboadvisors dadurch nutzen.

Welche Anlagestrategie wird verfolgt?

Die vom Fintego-Anbieter genutzte Strategie ist die so genannte „Portfoliotheorie“ nach dem amerikanischen Ökonomen Markowitz. Die Theorie geht auf das Jahr 1952 zurück und trifft die Annahme, dass eine bestmögliche Kombination aus verschiedenen Anlageklassen (im Fintego-Fall durch Anleihen, Aktien und Rohstoffe) auch bestmögliche Renditen realisiert werden können. Je nach Marktlage erhöht der Roboadvisor demnach automatisch den Anteil an Aktien, wenn das Zinsniveau niedrig ist und damit die Anleihenzinsen ebenfalls niedrig sind. Er liquidiert freilich auch wieder Aktien, sobald die Leitzinsen steigen und damit auch die Anleihenzinsen. Dadurch wird zum einen die Rendite maximiert und zum anderen das individuelle Risiko minimiert.

Welche Anlageklassen werden angeboten?

Bei Fintego setzen sich die einzelnen Portfolio-Varianten stets aus den drei Assetklassen Aktien, Rohstoffen und Anleihen (sowohl Unternehmensanleihen als auch Staatsanleihen) zusammen. Je nach Risikograd des entsprechenden Portfolios überwiegen die eher risikoreicheren Assetklassen im jeweiligen Modell. Beispielsweise beinhaltet das „chancenorientierte“ Portfolio bis zu 90 Prozent Aktienanteil. Hingegen beinhaltet das „konservative“ Portfolio einen Anteil von mindestens 75 Prozent Unternehmens- oder Staatsanleihen mit entsprechend guter Bonität.

Kontoeröffnung

Um sich ein eigenes Handelskonto beim Fintego-Roboadvisor zu eröffnen, müssen im Zuge des Eröffnungsprozesses zunächst die entsprechenden Roboadvisor-Eröffnungsunterlagen auf der Fintego-Webseite heruntergeladen und dann mit den geforderten Informationen ausgefüllt werden. Der Anbieter möchte dabei Auskunft über die eigenen Kontaktdaten des potentiellen Neukunden, bereits bestehende Erfahrungen mit dem Börsenhandel sowie weitere Informationen über die eigene, finanzielle Situation in Erfahrung bringen. Sind die geforderten Daten der Richtigkeit nach eingetragen worden, so können diese im nächsten Schritt mithilfe eines offiziell-gültigen Ausweisdokuments wie z.B. einem Personalausweis oder auch einem Reisepass verifiziert werden.

Eine derartige Verifizierung kann entweder per Post-Ident-Verfahren innerhalb einer Filiale der Deutschen Post geschehen oder aber via Video-Ident-Verfahren, welches direkt über den Fintego-Anbieter geschieht. Nach der Verifizierung werden die entsprechenden Neukunden-Daten zunächst vom Anbieter geprüft und binnen weniger Tage wird das neue Kundendepot dann auch bereits eröffnet. Nun ist noch die bereits erwähnte Mindesteinzahlung zu tätigen oder ein entsprechender Sparplan abzuschließen, womit das Handelskonto dann vollumfänglich nutzbar ist.

Vorteile

  • bereits ab 2.500 Euro Mindesteinlage kann ein eigenes Handelskonto eröffnet werden
  • Sparpläne sind hingegen schon ab 50 Euro im Monat möglich
  • insgesamt stehen 5 verschiedene Anlagestrategien zur Auswahl (von defensiv bis aggressiv)
  • Auszahlungspläne (z.B. Ausschüttungen) lassen sich bereits ab einem Depotstand in Höhe von 5.000 Euro realisieren
  • professionelle, renommierte Vermögensverwaltung mit langer Erfahrung

Nachteile

  • Fintego eignet sich nicht für einen kurzen Anlagehorizont
  • leider besteht aktuell keine Möglichkeit eines Gemeinschaftdepots

Kundendienst

Fintego verfügt über einen zuverlässigen Kundensupport der interessierten Neukunden und alteingesessenen Anlegern von Montag bis Freitag zur Verfügung steht. Einzig und allein am Wochenende ist der Kundensupport von Fintego – weder per Mail noch telefonisch erreichbar. Ein weiterer Vorteil, den der Kundensupport des Fintego-Anbieters bietet, ist das umfangreiche Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten. Hier klärt dieser zum einen alle Interessierten Anleger per Telefon auf und zum anderen liefert der Anbieter auf Anfrage auch gern ausführliche Fakten, Diagramme und Musterstrategien. Da sich der Anbieter in einem beständigen Wandel befindet und dieser nachhaltig nach Verbesserungen strebt, ist diesem die Einbeziehung seiner Kunden über einen nahbaren Kundensupport insgesamt so wichtig.

Allein die Depotöffnung kann sich ohne weiteres per Tutorial auf der Fintego-Webseite angesehen werden. Weitere Informationen erhalten potentielle Anleger in puncto Geld anlegen auf dem Fintego-Portal. Interessante Fakten und Neuerungen können sich Bestandskunden, Neukunden als auch interessierte Aspiranten jedoch auch problemlos per Newsletter vom Fintego-Anbieter zukommen lassen. Ansonsten steht der Kundensupport per Telefon montags bis freitags zwischen 8 bis 18 Uhr zur Verfügung – auch in deutscher Sprache. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Fintego auch per Mail oder per Post zu erreichen.

Fazit zu Fintego

Wir haben das Angebot des Fintego-Roboadvisors unserem unabhängigen Test für Roboadvisor-Anbieter unterzogen und waren von dem umfangreichen Dienstleistungsaufgebot von Fintego mehr als begeistert. Schon ab vergleichsweise geringen 2.500 Euro Mindesteinlage (bzw. ab 50 Euro monatlich bei Sparplänen) können sich potentielle Anleger an den insgesamt 5 zur Auswahl stehenden Portfoliostrategien beteiligen. Der Roboadvisor übernimmt dann völlig eigenständig einen professionellen Vermögensaufbau und verlangt dafür gebührentechnisch gerade einmal zwischen 0,50 und 1,00 Prozent des Anlagebetrags Servicegebühren pro Jahr. Wer weder das Know-how noch die die Zeit für einen eigenständigen Vermögensaufbau hat, der sollte sich das Angebot des Fintego-Roboadvisors unserer Meinung nach auf jeden Fall einmal näher anschauen.

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