Visualvest » Test & Erfahrungen 09/2019

  • Geringe Mindesteinlage
  • Zahlreiche Anlagestrategien
  • Große Fondsauswahl

Die Ursprünge des deutschen Roboadvisors Visualvest gehen auf den Anfang 2015 zurück. Um diesen Zeitraum wurde die vollautomatisierte Vermögensverwaltung mit Sitz im hessischen Frankfurt am Main von der Union Investment Service Bank AG gegründet, die bis heute zugleich die depotführende Bank des Anbieters ist. Der Visualvest-Anbieter versteht sich in diesem Zusammenhang als ein Vermögensverwalter, mit verschiedenen Portfolios im Angebot, aus denen der potentielle Anleger wählen kann. Besonders interessant: der Anbieter macht sich mit seinem GreenFolio unter anderem auch für den Umweltschutz und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen stark.

Die ansonsten breitgestreuten ETF-Angebote werden gemäß unserer Visualvest Erfahrungen aktiv verwaltet und werden individuell an jeden Anleger und dessen Risikoprofil angepasst. Neben den eigentlichen Ordergebühren verlangt der Anbieter einzig und allein noch zusätzlich eine Gebühr in Höhe von 0,05 Prozent des Depotwerts pro Jahr. Wir haben uns die übrigen Konditionen des Visualvest-Anbieters daher einmal näher angesehen und haben diese einem unabhängigen Roboadvisor-Test 2019 unterzogen.

Visualvest Seitenübersicht

Details über Visualvest

Visualvest Details
Anlage ab500 €
SparplanJa
monatlich ab25 €
Strategien17
Anlage inAktien, Anleihen, Rohstoffe & Geldmarkt
Kostenübersicht
Fondskosten pro Jahr0,30 % - 0,55 %
Servicegebühr pro Jahr0,6 % (All-in-Gebühr)
PerformancegebührKeine

Wie funktioniert Visualvest?

Visualvest ist ein Roboadvisor, der das Anlagekapital seiner Anleger in zwei verschiedene und ETF-basierte Portfolios investiert und deren Zusammenstellung vollautomatisiert verwaltet. Entsprechende Ausschüttungen (z.B. von Dividenden-ausschüttenden Aktien- oder Fondsanteilen) werden vom Programm direkt reinvestiert, so dass ein eigenständiger Vermögensaufbau des Anlagekapitals angestrebt wird. Je nach Anlagehorizont und individueller Risikoklasse übernimmt der Visualvest-Roboadvisor selbstständig die Umschichtung und Ausrichtung der etwaigen Handelsstrategie.

Der Algorithmus, der hinter dem System arbeitete, trifft seine Investmententscheidungen dabei stets im Hinblick auf einen langfristigen Anlagehorizont, weshalb entsprechende Marktschwankungen hier zeitweise gegen einen positiven Kursverlauf arbeiten können – über einen langen Anlagezeitraum hinweg ist der Trend jedoch immer positiv. Der Anleger an sich muss hierfür lediglich eine Vermögensverwaltungsgebühr sowie eine Gebühr für den Ankauf von Fondsanteilen entrichten. Per Entnahmeplan können ab einem bestimmten Depotbestand zudem individuelle Ausschüttungen in regelmäßigen Abständen auf das Giro- oder Tagesgeldkonto des Anlegers eingerichtet werden.

Visualvest: Das Angebot im Überblick

Welche Anlagestrategien stehen zur Auswahl?

Bei Visualvest können potentielle Anleger zwischen insgesamt zwei verschiedenen Risikoklassen wählen, die in zwei unterschiedlichen Portfolios vereint werden können. Unter anderem bietet der Visualvest-Anbieter das so genannte „VestFolio“, bei welchem es sich um ein Portfolio, bestehend aus ETFs sowie aktiv verwalteten Fonds handelt. Des Weiteren wird auch ein „GreenFolio“-Portfolio angeboten, welches ausschließlich in nachhaltige und ebenfalls aktiv verwaltete Fonds investiert. Je nach individueller Risikoneigung können sich Anleger bei beiden Portfolios für die Gewichtung der einzelnen Assetklassen innerhalb dieser entscheiden. Risikoversierte Anleger können sich hier beispielsweise ein Portfolio mit hohem Aktienanteil zusammenstellen, währenddessen konservative und sicherheitsorientierte Anleger auf einen höheren Anleihen-Anteil setzen sollten.

Wie hoch ist die Mindesteinlage?

Unsere Visualvest Erfahrungen haben belegt, dass für den Handel über den Visualvest-Roboadvisor aktuell mindestens 500 Euro in Form einer Einmaleinzahlung getätigt werden müssen. Erst ab diesem Betrag können Fondsanteile beim Anbieter geordert werden. Damit zählt dieser Roboadvisor jedoch noch zu jenen Anbietern, mit einem verhältnismäßig geringen Mindesteinzahlungsbetrag. Damit möchte Visualvest vor allem auch Kleinanleger dazu motivieren, sich an einem breitdiversifizierten Börsenhandel zu beteiligen. Wer jedoch nicht über die geforderten Mindestanlagebetrag verfügt oder wer zunächst lieber in kleinen aber konstanten Schritten in den Börsenhandel einsteigen möchte, dem steht auch die Möglichkeit eines individuellen Sparplans über den Anbieter frei. Diese sind bereits ab monatlichen Einzahlungen in Höhe von mindestens 25 Euro möglich. Der Roboadvisor investiert diese dann eigenständig gemäß Cost-Average-Effekt in die entsprechenden Portfolios und nimmt dadurch bereits mit sehr kleinen Sparraten einen passiven Vermögensaufbau für den Anleger vor.

Welche Anlagestrategie wird verfolgt?

Der Visualvest-Roboadvisor nutzt seit jeher eine aktive Anlagestrategie, bei welcher diese vor allem in aktiv gemanagte Fonds investiert. Darüber hinaus verfolgt der Roboadvisor seine aktive Strategie durch viele Ein- und Verkäufe, die jeweils einen kleinen Gewinn erzeugen und damit die Rendite im Ganzen beträchtlich erhöhen. Der Algorithmus, der hinter dem Visualvest-System agiert, ist darauf ausgerichtet, viele kleine, aber dafür stetige Gewinne zu realisieren. Erreicht der Börsenkurs eines bestimmten Assets seinen Höhepunkt oder ein entsprechendes Plateau, so realisiert der Roboadvisor den Verkauf von etwaigen Anteil und reinvestiert wieder in verhältnismäßig günstigere Werte.

Welche Anlageklassen werden angeboten?

Der Visualvest-Roboadvisor nutzt für die Vermögensverwaltung seiner Anleger aktiv gemanagte ETFs, die in die Anlageklassen Aktien, Anleihen sowie Rohstoffe investieren. Je risikoversierter ein Portfolio ist, desto höher ist in aller Regel auch dessen Aktienanteil – dabei gilt: Wachstumsaktien werden insgesamt als risikoreicher eingeschätzt als Dividendenwerte. Eher konservativere und sicherheitsorientiertere Assets innerhalb der ETFs bilden die Anleihen-Anteile. Hierbei investiert der Roboadvisor sowohl in Industrieanleihen als auch in Staatsanleihen von Industrie- und Schwellenländern. Darüber hinaus investiert der Algorithmus von Visualvest auch in verschiedene Rohstoffe wie z.B. Gold, Silber und Rohöl und rundet sein umfangreiches Anlagespektrum damit gut ab.

Kontoeröffnung

Gänzlich unkompliziert gestaltet sich der Kontoeröffnungsvorgang gemäß der Visualvest Erfahrungen, die wir innerhalb unseres unabhängigen Roboadvisor-Test sammeln konnten. Zunächst muss der potentielle Neukunde dafür die auf der Webseite des Visualvest-Anbieters vorzufindenden Kontoeröffnungsunterlagen runterladen. Diese müssen vom Neukunden im weiteren Verlauf des Kontoeröffnungsprozesses ausgefüllt werden. Folgende Informationen müssen innerhalb der Eröffnungsbögen angegeben werden: Wohnadresse, Telefonnummer sowie Kontaktdaten per Email. Überdies müssen individuelle Vorerfahrungen, die der potentielle Neukunde in puncto Trading oder Finanzprodukte bereits gesammelt hat, angegeben werden.

Sind alle Angaben vollständig in die Eröffnungsbögen eingetragen, müssen diese anschließend noch verifiziert werden. Hierfür genügt die Vorlage eines offiziellen Ausweisdokuments wie z.B. Personalausweis oder Reisepass per Post- oder entsprechendem Video-Ident-Verfahren. Danach werden die Kontoeröffnungsunterlagen an den Visualvest-Anbieter eingesendet, wodurch dieser dann die Prüfung der eingegangenen Unterlagen vornimmt. Sind die Unterlagen korrekt ausgefüllt und ist auch das individuelle Risikoprofil in den Unterlagen ersichtlich, erhält der potentielle Neukunde dann in der Regel nach wenigen Tagen seine Zugangsdaten zu seinem neuen Vermögensverwaltungskonto.

Vorteile

  • Nutzung von Visualvest bereits ab 500 Euro Einmalanlage, bzw. 25 Euro monatlich per Sparplan möglich
  • insgesamt 17 breitdiversifizierte Portfolios stehen zur Auswahl
  • Investment in verschiedene Assetklassen (Aktien, Anleihen und Rohstoffe) selbst mit kleinem Geldbeutel möglich
  • übersichtliche Plattform
  • depotführende Bank ist die renommierte Union Investment Service Bank AG
  • auch Junior-Depot für Anleger unter 18 Jahren erhältlich

Nachteile

  • Visualvest-Roboadvisor verfügt über keinerlei Auszeichnungen
  • kein Demokonto für Anleger verfügbar

Kundendienst

Der Visualvest-Anbieter legt gemäß unserer Visualvest Erfahrungen jedoch nicht nur Wert auf ein ausgedehntes Investitionsangebot, sondern auch auf einen zuverlässigen Kundensupport. Dieser kann telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 8 bis 18 Uhr erreicht werden – in deutscher Sprache. Darüber hinaus bietet der Visualvest-Anbieter aber auch noch die Möglichkeit, diesen per Email-Kontaktformular zu erreichen. Der Email-Support antwortet dann in der Regel binnen weniger Stunden und gibt ausführliche Antworten auf die entsprechenden Fragestellungen. Weiterhin unterhält Visualvest auf seiner Webseite aber auch einen gutsortierten FAQ-Bereich, welcher bereits die meisten Kundenanfragen zufriedenstellend beantworten kann.

Fazit zu Visualvest

Wir waren mit dem Angebot von Visualvest insgesamt sehr zufrieden. Nicht nur, dass der Anbieter entsprechende Anlagestrategien für verschiedene Risikoklassen zur Verfügung stellt, vielmehr kann dank des „GreenFolio“ auch in besonders nachhaltige Werte investiert werden. Damit macht der Anbieter als einer der ersten überhaupt auf dem Markt dem ersten Schritt in Richtung nachhaltiges Investieren. Wir fanden in unserem unabhängigen Test aber auch den zuverlässigen Kundensupport von Visualvest sehr löblich. Insgesamt können wir den Roboadvisor und sein Angebot für Kleinsparer daher in jedem Fall besten Gewissens empfehlen und haben uns in diesem Zusammenhang sehr gefreut, einen detaillierten Einblick in diesen gewonnen zu haben.

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